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Mittwoch, 16. März 2016, 10:35

Schwefelsäure - ab welcher Konzentration genußfähig?

Diese seltsam anmutende Frage hat einen praktischen Hintergrund.

Für ein kleines Experiment habe ich das Inulin in Topinamburknollen (Helianthus tuberosus) der sauren Hydrolyse mittels 1ml H2SO4 (saubere Rotipuran-Qualität), je Liter unterzogen. Nachdem die vergärbaren Fructosebruchstücke genutzt wurden, ist mir das Raffinat zu schade zum Wegwerfen. Nun möchte ich mit dem Rest zusammen mit Roggenmehl ein "Ur- Fladenbrot" backen.

Nun beschäftigt mich aber immer mehr die Frage ob die Konzentration von ca. 0,1% Schwefelsäure in der Lösung der Gesundheit nicht zuträglich ist. Ich meine, dass auch von dieser geringen Menge nicht mehr viel übrig sein dürfte, zumal sich viele Mineralstoffe und basisch reagierende Substanzen im Roggenmehl finden werden, die dann weiter puffern...

Überlegt habe ich mir auch schon eine Kalkzugabe oder etwas Hirschhornsalz - was bei letzterm aber der doch großen Gebäckhöhe problematisch sein könnte, da der überschüssige Ammoniak nicht verfliegen wird.

Kurzum - ab welcher Konzentration ist Schwefelsäure genußfähig?

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Beruf: Chemiker

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Mittwoch, 16. März 2016, 14:16

In der Tat dürfte da wohl kaum noch etwas übrig sein.

Zum Tema "Genussfähigkeit" von reiner Schwefelsäure

In Anbetracht der Tatsache, dass im Magen die Salzsäurekonzentration 0,1-0,5% beträgt, würde ich von 0,1%-iger Schwefelsäure keinen unmittelbaren gesundheitsschädigenden Effekt erwarten, was aber auch von der getrunkenen Menge abhängen dürfte. Ich würde bei größeren Menge vielleicht unmittelbar mit Sodbrennen rechnen. Interessant wäre die Frage, wie sauer die Lösung noch schmeckt; bzw. ob da überhaupt noch ein deutlich saurer Geschmack zu spüren ist.

3

Mittwoch, 16. März 2016, 15:01

.... Interessant wäre die Frage, wie sauer die Lösung noch schmeckt; bzw. ob da überhaupt noch ein deutlich saurer Geschmack zu spüren ist.
Danke für die Antwort.

Zur Geschmacksprobe lasse ich mich nicht hinreißen... ;-)
Eben nachgemessen liegt der pH-Wert bei 3,7 - also dürfte die Brühe schon kräftig sauer schmecken.

Flugs im einfachen Zylinder gegen Blaulauge titriert messe ich 6,8g/l Gesamtsäure. Dazu wäre anzumerken, dass ich einst schon der ungünstigen bakteriellen Belastung wegen, im Ansatz mit gärstabiler Milchsäure kräftig nachgeholfen habe um zumindest an die 6g/l Gesamtsäure zu kommen. Aufdröseln - gar als Gips zu fällen und auszuwerten, kann ich jetzt nichtmehr so einfach und lohnt auch nicht wirklich.

Ich riskiere einmal einen Versuch.

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